Gib mir Gelassenheit, Dinge hinzunehmen,
die ich nicht ändern kann;
gib mir den Mut, Dinge zu ändern,
die ich zu ändern vermag,
und gib mir die Weisheit,
das eine vom andern zu unterscheiden.

Rainer Maria Rilke

Samstag, 27. Februar 2010

Themenpfade im Kaiserstuhl

Der erste schöne Frühlingstag im Kaiserstuhl.

Zur Vorbereitung auf den Jakobsweg werde ich die nächsten Wochen die Themenpfade des Kaiserstuhls durchwandern und hier vorstellen.
Im Kaiserstuhl gibt es hervorragende Wanderwege, die immer ein Thema haben.

Neunlindenpfad /„Nord-Süd Weg“ Länge: 16,8 km

Ihringen - Neunlindenturm – Eichelspitzturm – Katharinenkapelle - Endingen

Steinkauzpfad - Länge: 17,9 km

Wasenweiler – Bötzingen – Eichstetten – Bahlingen – Riegel

Wiedehopfpfad - Länge: 31,5 km

Breisach – Achkarren [Bhf.] – Oberrotweil – Burkheim – Jechtingen – Sasbach [Limberg] 

Knabenkrautpfad - Länge: 21,5 km

 Breisach – Ihringen [Martinshöfe] – Ihringen [Lilienhof] – Bötzingen  

Kirschbaumpfad - Länge 18,4 km

Sasbach – Leiselheim – Kiechlinsbergen – Amoltern – Endingen – Riegel

Katharinenpfad  - Länge: 12,6 km.

Oberrotweil – Katharinenkapelle – Bahlingen   

Badbergpfad Länge: 14,9 km

Oberrotweil – Oberbergen – Eichstetten – Nimburg  

Bienenfresserpfad  Länge: 16,1 km

Ihringen – Bickensohl – Oberrotweil – Bischoffingen – Königschaffhausen 

Man kann grundsätzlich die Wege von beiden Seiten erwandern. Die Ausschilderung ist in beide Richtungen sehr gut. Außerdem kreuzen sich die Pfade mehrmals, so daß man auch Wege kombinieren kann. Die Anbindung an Busse und Bahnen ist in der Woche sehr gut. Am Wochenende sollte man einen Fahrplan zu Hand haben. Die Pfade beginnen und enden meistens an einem Bahnhof.





Freitag, 26. Februar 2010

Der Bäckermaidleweg



Heute will von einem ganz besonderen Weg erzählen.
1758 wurde ein Bäckermaidle (Bäckermädchen) von Nimburg nach Emmendingen geschickt um Backwaren auszuliefern. Der Weg führte durch die Wälder der Teninger Allmend. Allmend ist der Begriff für einen Gemeindeteil, wo z. B. alle Bürger Holz sammeln dürfen. Also,  “was allen gemeinsam ist“.  Aber es gab Räuber in diesem Waldstück und schon Tage vorher hatte man mehrmals zwei fremde Reiter gesehen. Obwohl das Maidle den Erlös für die Backwaren gut unter ihrem Hut versteckte, wurde es auf dem Rückweg überfallen und ausgeraubt. Am anderen Tag wurde die Bäckermaid gefunden. Es wurde ihr der Kopf abgeschlagen und der Hut fehlte. Die Mörder wurden nie gefasst, auch hat man die beiden Reiter nie mehr gesehen. An der Stelle, wo man das Mädchen fand steht ein alter Gedenkstein mit folgender Inschrift: 

1758
war die zeit
so man
erschlug
die beckermeid.
hie zu Land
den namen
niemand
weist darumbt
man all so die
richtstatt so heist.
wanderer, weill
auf dieser stell
und beth für seine
und ihre sell