Gib mir Gelassenheit, Dinge hinzunehmen,
die ich nicht ändern kann;
gib mir den Mut, Dinge zu ändern,
die ich zu ändern vermag,
und gib mir die Weisheit,
das eine vom andern zu unterscheiden.

Rainer Maria Rilke

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Donnerstag, 14. April 2011

Durch Paris nicht ohne Probleme



Jetzt bin ich schon die erste Etappe gelaufen. Aber ich will noch von gestern erzählen.
Zug von Gufi nach Offenburg pünktlich. Offenburg nach Strassburg pünktlich. Strassburg Paris ebenfalls pünktlich. Jetzt hatte ich noch 4 Stunden und bin ein wenig durch Paris gelaufen. Allerdings ein wenig stressig, weil mein Darm nicht so wollte, oder sagen wir besser der Kopf. Dann habe ich entschlossen, die letzten 6 Stationen von Chatelet nach Montpernasse mit der Metro zu fahren. Jedenfalls blieb die für 20 Minuten im Tunnel stecken. Könnt ihr euch meine Panik vorstellen. Aber ich hatte Gott sei Dank vorgesorgt und da hat es außer Nerven nichts gekostet.
Der Zug Paris Irun war auch total pünktlich und ich konnte noch in der Herberge übernachten, wo ich ein Zimmer für mich alleine hatte. Habe auch einigermassen geschlafen.

Donnerstag, 15. April 2010

Das fängt ja gut an - oder Streik auf dem Jakobsweg


Da habe doch alles so gut vorbereitet und jetzt ist es fast wie im letzten Jahr. Ich sitze auch wieder im selben Internetcafe und habe Zeit das zu erzählen:

Die Fahrt nach Paris ist sehr schön und ruhig. Leider habe ich meine Wasserflasche nicht richtig verschlossen. Das merke ich allerdings erst kurz vor Paris und jetzt ist die Gepäckablage schon voll Wasser. Die Nässe in meinem Rucksack ist jedenfalls zu bewältigen. Ganz entspannt gehe ich dann 2 Stunden durch Paris. Mein Zug soll erst heute Abend um 23 Uhr abfahren. An einem Kiosk lese ich etwas von einem Streik bei der Bahn. Deshalb gehe ich gleich zum Bahnhof Austerlitz und tatsächlich ist mein Zug von der Anzeigetafel gestrichen. Was jetzt? Die Bahnhofshalle ist natürlich völlig überfüllt. Vor den drei Schaltern drängen sich etwa 150 Personen.
Jetzt kann mir nur noch meine Jakobsmuschel oder der Jakobsstab helfen. Oder beides.
Kaum habe ich dies gedacht kommt eine Bahnangestellte auf mich zu, die gerade in die Pause will. Die nimmt mir die Fahrkarte weg, legt ihren Zeigefinger auf den Mund und sagt ich soll kurz warten. Dann ist sie auch schon - an der ganzen Schlange vorbei - in einem Büro verschwunden.
Nach 5 Minuten erscheint sie mit einem Schalterbeamten, der mir eine neue Fahrkarte bringt. Jetzt fahre ich um 18.15 Uhr und bin um 24.00 Uhr in Irun. Die Frau versucht mir noch zu erklären, dass ich aber jetzt vom Bahnhof Montparnasse fahren muss. Aber das weiß ich ja schon vom letzten Mal.
Nun fahre mit der Metro durch die halbe Stadt zum TGV Bahnhof und warte auf meinen Zug.
Wo ich dann die Nacht verbringe??? Meine Muschel wird helfen. Morgen früh um 8.00 Uhr geht der Zug von Irun nach Pamplona.

Der Rucksack kommt mir schwerer vor als im letzten Jahr, dabei habe ich nur die Hälfte mit.

Samstag, 25. April 2009

Bin in Paris

Bin in Paris und es fängt gut an. Die Fahrt von Colmar über Strassburg nach Paris war schnell vorbei. ¨Ich fahre mit der Metro durch Paris, weil mein Anschlusszug an einem anderen Bahnhof abfährt. Am Bahnhof Montparnasse sehe ich, dass es jede Menge Züge Richtung gibt, die nach Bordeaux und Richtung Spanische Grenze fahren. In der Schalterhalle ist jede Menge Betrieb trotzdem stelle ich mich an einen Schalter an. Vielleicht kann ich ja umbuchen und etwas früher fahren. Der Mitarbeiter der französischen Eisenbahn ist sehr freundlich. Nachdem er einem älteren Ehepaar die Urlaubsreise im August gebucht hat komm ich an die Reihe. Ich versuche mit meinem Urlaubsenglisch das Problem zu erklären und wundere mich, das der freundliche Schwarze hinter dem Schalter mein Wunsch sofort verstanden hat. Er schaut in den Computer und erklärt mir, dass es eine Möglichkeit gibt. In 17 Minuten geht ein TGV direkt nach Irun den ich benutzen kann. Ich gebe meine alte Reservierung ab und erhalte eine neue. Wagen 1 Platz 456. Ich hetze zum Zug. Montparnasse ist ein Kopfbahnhof und der Zug ist ziemlich lang. Wagen 1 ist natürlich ganz vorne und ich muss die 400 Meter bis zum Zuganfang mit einem kleinen Zwischenspurt zurücklegen. Beim Einsteigen dann das Erwachen. Der Schaffner lässt mich nicht in den Zug, weil meine Reservierung ein anderes Datum hat. Der freundliche Mann am Schalter hatte nach der Buchung für das Ehepaar das Datum im Computer nicht zurückgestellt und meine Buchung ist für den 25 August.
Also zurück zum Schalter. Der freundliche Mann entschuldigt sich tausendmal. Ich gebe ihm zu verstehen, dass das passieren kann und bitte ihn, mir meine alte Reservierung wieder zu geben. Aber die ist bereits storniert und nun gibt es an diesem Tag keinen Platz mehr.
Damit ist auch meine Fahrt mit der Spanischen Eisenbahn geplatzt. Die Reservierung habe ich bereits. Außerdem muss ich ja noch übernachten. Der freundliche Mann sieht mir meine Verzweiflung wohl an und sagt, ich solle mich noch ein wenig gedulden und verschwindet in einem Büro. Nach einer Viertelstunde kommt er wieder und hat eine Reservierung. Zwar kein TGV und ich muss auch noch 3 Mal umsteigen, aber ich komme heute noch bis Irun.

Jetzt laufe ich halt noch was durch Paris. Und der Rucksack ist auch zu schwer. ¨


Mittwoch, 22. April 2009

Meine Planung für den 1. Tag







Ich habe mich entschlossen mit dem Zug nach Nordspanien zu fahren. ¨
Dafür gibt es mehrere Gründe. ¨
Kurzfristig gibt es keine günstigen Flüge. Und von Freiburg erst in den Hunsrück fahren, um von dort dann über Mallorca nach Nordspanien zu fliegen und um dann immer noch eine große Strecke mit dem Zug fahren zu müssen, schien mir doch etwas zu umständlich. Die Fahrt mit dem Zug stelle ich mir auch viel interessanter vor, zumal ich mit meinem Interrail-Ticket die Möglichkeit habe die Reise flexibler zu gestalten. Außerdem habe ich noch keine Vorstellung, wie lange meine Reise dauert, oder ob ich vorher abbreche.  So besorge ich mir dieses Ticket, und jetzt kann ich beiden Ländern innerhalb eines Monats an 3 flexiblen Tagen mit der Bahn fahren. Dass die Fahrkarte nur 250 Euro kostet scheint mir günstig, aber da habe ich noch nicht gewusst, dass man für den TGV immer eine Reservierung benötigt, die dann zwischen 3 und 6 Euro kostet. Aber das nehme ich in Kauf. Ich kann ja auch Züge nehmen, die keine Reservierung benötigen. Aber ich weiß ja noch nicht, dass der TGV eigentlich schon Standard in Frankreich ist und andere Züge, falls sie überhaupt verkehren, erheblich länger brauchen.
¨
Leider sind Schulferien in Frankreich und die Reservierungen für den TGV sind sehr schwierig. Ich fahre etliche Male nach Freiburg und versuche bei der Deutschen Bahn eine Reservierung zu bekommen. Ich merke das Desinteresse der Bahnmitarbeiter, die teilweise viel weniger wissen, als ich im Internet herausgefunden habe. Also verbringe ich einige Tage damit im Internet Verbindungen heraus zu suchen und in Freiburg eine Reservierung zu bekommen.  Als ich fast aufgeben und nach Colmar fahren will, habe ich wieder Glück und treffe auf eine Bahnmitarbeiterin, die schon ein Stück des Jakobswegs gelaufen ist. Ich merke das Interesse der Frau, die sich dann richtig ins Zeug legt. Und..(was man fast nicht glauben kann)... nachdem sie noch einige Mitarbeiter mit ins Boot genommen hat, bekomme ich dann noch eine Reservierung und muss aber fast 20 Euro zusätzlich dafür zahlen. Außerdem habe ich in Paris noch 6 Stunden Aufenthalt. Damit sieht mein Fahrplan so aus:

Hier meine Reiseroute für Samstag den 25.4.2009
leider sind Schulferien in Frankreich und die Reservierungen für den TGV waren sehr schwierig.
Aber es hat dann doch noch geklappt. So komme ich am Samstag bis Irun.



Colmar
06:43
Paris EST
09:34
Metro
Linie 4
Port d´Orleans
Gare Monpernasse
Paris mon..
12:10
Bordeaux SJ
15:28
Bordeaux SJ
16:37
Bayonne
18:26
Bayonne
20.02
Irun
20:50