Herberge in Orisson
Gib mir Gelassenheit, Dinge hinzunehmen,
die ich nicht ändern kann;
gib mir den Mut, Dinge zu ändern,
die ich zu ändern vermag,
und gib mir die Weisheit,
das eine vom andern zu unterscheiden.
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Montag, 16. April 2012
Mittwoch, 21. September 2011
Früh aufgestanden und fast keinen Schuh anbekommen. Der Nagel ist total entzündet und der ganze Zeh ist blau. Trotzdem über 15 Kilometer gelaufen. Die Herberge in Puente war voll mit lauter Buspilgern. Glaube kaum, dass ich diesen Weg weitergehen kann. Habe einen Bus erwischt zurück nach Pamplona und war um 6 schon wieder in der Herberge. Nun geh ich erst mal essen und dann überlege ich wie es weitergeht. Morgen um 11,00 Uhr geht an Zug an die Küste. Evtl. fahre ich nach San Sebastian oder Irun und bleibe übers Wochenende am Atlantik bevor ich am Wochenanfang zurückfahre. Aber da muss ich erst noch die Preise checken.
Dienstag, 20. September 2011
Pamplona Sun
Heute morgen keine Wolke am Himmel. Es ist kalt. Das Thermometer zeigt gerade mal 8 Grad.
Um 5.45 Uhr kommt der Deutsche Herbergsvater ins Zimmer und wir werden mit einem Deutschen " Guten Morgen " geweckt. Ich weiß nicht warum so früh, es wird erst in zwei Stunden hell. Auch hat keiner Lust aufzustehen, obwohl es im ganzen Haus schon nach Kaffee riecht. Dem Bayern erkläre ich gleich mal, das er der größte Schnarcher aller Zeiten ist, obwohl er gestern noch über die Schnarcher geschimpft hat. Er hat natürlich nichts zum Essen gehabt und seine Bananen hat er auch nicht bekommen. Ich sag nur kurz, wer in Pamplona keine Bananen kaufen kann, der wird auch nicht in Santiago ankommen. Das Frühstück für 2 Euro ist wirklich gut. Toast, Butter, Marmelade, Käse alles vom feinsten. Kaffee, Tee oder Kakao, was will man mehr. Ich frühstücke auch, weil ich heute in Pamplona bleibe und ich noch nicht weiß, wie ich die Zeit bis evtl. 10.oo Uhr überbrücke. Der Herbergsvater der den Kaffee serviert hat, hat natürlich jede Menge Anleitungen und Tipps für die Pilger und weiß natürlich über alles Bescheid. Da er aber über die Musik aus Galizien nichts weiß und auch noch nie einen Dudelsack in Santiago gehört hat, zweifele ich, ob der je in Santiago war. Seine Frau die im Wohnmobil schläft und nun auch erscheint, ist jedenfalls noch keinen Meter gepilgert. Dafür kann sie die Waschmaschine bedienen. Ich mache mich auch bald aus dem Staub und in einem kleinen Cafe neben der Stierkampfarena genieße ich den Morgen. Bei einer Stadtbesichtigung treffe ich dann auch den einen oder anderen. Die Familie aus Australien ( Oma, Opa, Sohn, Tochter, Schwiegersohn und Enkelkinder sind auch schon da und beenden hier ihren Camino. Sie gehen von hier aus für zwei Wochen nach San Sebastian. Ich sitze zwei Stunden in der Stadt bei einem wunderbaren Rotwein und genieße den Anblick der unendlichen Pilgerschar. Jetzt mache ich erst mal Siesta.
http://www.hotelpamplonaplaza.com/
Da bin ich jetzt abgestiegen, klingt teuer ist aber sehr preiswert.
Montag, 19. September 2011
Pamplona im Regen
Nach der mit lauter Musik erfüllten Nacht. Ging immerhin bis 3 Uhr morgens dann noch sehr gut geschlafen. Hatte ja ein Zimmer für mich alleine. Um 8 aufgestanden und nach Pamplona marschiert. Das war nicht einfach, da sich bei mir zwei Zehennägel ablösen und ich hoffe, dass es keine Entzündung gibt. Da ich unbedingt in die Herberge Casa Paderborn wollte, bin ich auch gleich hin und es waren erst 4 Personen da.
Casa Paderborn ist eine der besten Herbergen auf dem Jakobsweg( so sagt man ) Deutsche Gründlichkeit und Reinlichkeit. Kleine Räume und genug sanitäre Anlagen nur 28 Plätze und DEUTSCHE Hospitalieros aus Paderborn. Empfangen mit Orangensaft und Kekse und jede Menge Ratschläge. Allerdings frage ich mich, was besser ist: saloppe spanische Herbergen, bei denen alles nicht so genau genommen wird, oder diese allesbesserwissenden und korrekten Herbergseltern die einem sogar noch erklären, wie man am besten das Klopapier faltet. Allerdings ist das 4BettZimmer spitze. Natürlich sind die drei anderen Pilger auch Deutsche und zwei davon könnt ich gleich fressen. Das erste Mal auf dem Camino, aber sie wissen alles. Sie haben die beste Ausrüstung und nur Markenklamotten. Falke Socken für 39 Euro, da können meine Treckingsocken aus dem Penny für 3,99 leicht mithalten. Die Funktionskleidung ist natürlich aus dem Outdoorladen und das Unterhemd hat 46,00 Euro gekostet. Das (fast) gleiche habe ich aus dem Penny für 5,99 Euro. Beide sind Bayern der eine 39 Jahre und geht noch. Der andere ist in meinem Alter, aber zu blöde sich ein paar Bananen zu kaufen. Beschwert sich die ganze Zeit, dass er im letzten Ort nichts zu essen bekommen hat und auch nichts einkaufen konnte. (Ich frag mich wo der lang gegangen ist) Jetzt ist er in die Stadt zum Essen und Einkaufen gegangen. Nach einer stunde war er wieder zurück und hat keinen Laden gefunden. Er war in der Altstadt und hat einen Supermarkt gesucht? Außerdem hat er nichts zu essen gefunden nur Kneipen in denen das Essen auf der Theke stand (Tapas) und das wollte er nicht. Wer weiß denn schon wie lange das da schon steht. Jetzt hat er mir noch einen kleinen Vortrag gehalten über Markenschuhe. Er trägt Meindl für 200 Euro. Er hat aber schon Blasen an den Füssen. Ein großen Teil seiner Ausrüstung hat er übers Internet bestellt. Ein Anbieter der sich auf Pilger spezialisiert hat. Sein Handtuch aus Mikrofaser hat 12 Euro gekostet und ist nicht anderes als ein 4-mal zerschnittenes Spannbetttuch aus Mikrofaser. Diese kosten beim Aldi 5,99.
Ich habe mir vor zwei Jahren so ein Laken gekauft und daraus ein Handtuch gemacht. Jetzt gehe ich lieber noch ein wenig spazieren. Bevor ich mich noch mehr aufrege. Hoffentlich wird das Wetter morgen besser.
Casa Paderborn ist eine der besten Herbergen auf dem Jakobsweg( so sagt man ) Deutsche Gründlichkeit und Reinlichkeit. Kleine Räume und genug sanitäre Anlagen nur 28 Plätze und DEUTSCHE Hospitalieros aus Paderborn. Empfangen mit Orangensaft und Kekse und jede Menge Ratschläge. Allerdings frage ich mich, was besser ist: saloppe spanische Herbergen, bei denen alles nicht so genau genommen wird, oder diese allesbesserwissenden und korrekten Herbergseltern die einem sogar noch erklären, wie man am besten das Klopapier faltet. Allerdings ist das 4BettZimmer spitze. Natürlich sind die drei anderen Pilger auch Deutsche und zwei davon könnt ich gleich fressen. Das erste Mal auf dem Camino, aber sie wissen alles. Sie haben die beste Ausrüstung und nur Markenklamotten. Falke Socken für 39 Euro, da können meine Treckingsocken aus dem Penny für 3,99 leicht mithalten. Die Funktionskleidung ist natürlich aus dem Outdoorladen und das Unterhemd hat 46,00 Euro gekostet. Das (fast) gleiche habe ich aus dem Penny für 5,99 Euro. Beide sind Bayern der eine 39 Jahre und geht noch. Der andere ist in meinem Alter, aber zu blöde sich ein paar Bananen zu kaufen. Beschwert sich die ganze Zeit, dass er im letzten Ort nichts zu essen bekommen hat und auch nichts einkaufen konnte. (Ich frag mich wo der lang gegangen ist) Jetzt ist er in die Stadt zum Essen und Einkaufen gegangen. Nach einer stunde war er wieder zurück und hat keinen Laden gefunden. Er war in der Altstadt und hat einen Supermarkt gesucht? Außerdem hat er nichts zu essen gefunden nur Kneipen in denen das Essen auf der Theke stand (Tapas) und das wollte er nicht. Wer weiß denn schon wie lange das da schon steht. Jetzt hat er mir noch einen kleinen Vortrag gehalten über Markenschuhe. Er trägt Meindl für 200 Euro. Er hat aber schon Blasen an den Füssen. Ein großen Teil seiner Ausrüstung hat er übers Internet bestellt. Ein Anbieter der sich auf Pilger spezialisiert hat. Sein Handtuch aus Mikrofaser hat 12 Euro gekostet und ist nicht anderes als ein 4-mal zerschnittenes Spannbetttuch aus Mikrofaser. Diese kosten beim Aldi 5,99.
Ich habe mir vor zwei Jahren so ein Laken gekauft und daraus ein Handtuch gemacht. Jetzt gehe ich lieber noch ein wenig spazieren. Bevor ich mich noch mehr aufrege. Hoffentlich wird das Wetter morgen besser.
Samstag, 17. September 2011
Nebel und Regen
Roncenvalles Zubiri 23 KM
Jetzt habe ich die Pyrenäen hinter mir und bin ungefähr 20 Kilometer vor Pamplona. Die Nacht im Kloster war grausam. Für 80 Pilger in einem Schlafsaal nur 2 Toiletten. Und die ganze Nacht war reger Betrieb. Aber niemand hat die Türe leise geschlossen. Die schwere Türe ist mindestens 200 laut krachend ins Schloss gefallen. Also von Schlaf keine Rede. Und Wecken um 6 Uhr. Heute Morgen beim Abmarsch wollten ungefähr 200 Pilger auf einmal los. Ich habe sie alle erst mal laufen gelassen. Bin erst um 8 gestartet. alles weitere später. Habe einfach keine Lust auf dieser blöden Tastatur. Bis dann..
Freitag, 16. September 2011
Über die Pyrenäen
Heute von Orrison nach Roncesvalles 18 Kilometer. Eigentlich ging es besser, als ich gedacht habe. 4 Stunden Aufstieg bis auf 1400 Meter. Der Abstieg war fast schlimmer, weil unheimlich steil. Jetzt muss ich überlegen ob ich noch weiter gehe, aber erst werde ich mal ein Bier trinken.

Bis eben war schönes Wetter aber jetzt hat das Wetter umgeschlagen und es ist nur noch eine Nebelsuppe. Also bleibe ich hier im Kloster. Die Herberge hat fast 200 Betten, ist aber überfüllt. Gut, dass ich so früh hier war. Jetzt ist es 18.00 Uhr und es kommen immer noch Pilger an. Heute scheint sich alles auf den Weg zu machen. Das kann ja noch was werden.Der Ort ist klein und es gibt nur 2 Gaststätten. Weer heute abend essen will muss sich anmelden, sonst gibt es nichts.
Beim Duschen habe ich gemerkt, dass mir ein Zehnagel abgeht, er ist schon ganz schwarz. Hoffentlich stört mich das nicht beim Pilgern. Bis jetzt habe ich wenig gemerkt.
Donnerstag, 15. September 2011
Mittwoch, 14. September 2011
Tag des Rotweins
Bin jetzt in Bayonne und muss mich gleich wieder über die blöde franz. Tastatur aufregen. Also bitte Nachsicht.
Es geht heute Morgen schon ganz blöde los. Natürlich habe ich nicht geschlafen und geistere schon um 4. Uhr rum. Eigentlich wollte ja zu Fuß zum Bahnhof gehen, aber es regnet und da nehme ich das Auto für den einen Kilometer. Gestern Abend habe ich noch einen guten Schluck vom Kaltenbacher Spätburgunder getrunken, und den Rest in die Aluflasche gefüllt. Ich will den Wildtäler Wein nach Bordeaux mitnehmen und dort genießen. Dabei sollte ich doch vom letzten Jahr noch wissen, dass die Flasche nicht ganz dicht ist. 15 Minuten vor Abfahrt des Zuges bin ich am Bahnhof und jetzt hört es auch auf zu regnen. Beim Ausstieg stelle ich fest, ich habe meine Stöcke vergessen. Was tu? Der Zug kommt in 15 Minuten. Ich schmeiße den Rucksack auf den Rücksitz und düse zurück, rase in die Wohnung und mit den Stöcken zurück und wieder zum Bahnhof. Auf der Fahrt schmecke ich schon den Rotwein. Ich weiß sofort was los ist, habe aber keine Zeit die Sache zu beheben. Am Bahnhof habe ich gerade noch 5 Minuten, dann kommt der Zug. Jetzt stinkt der Rucksack nach Rotwein. Ich sehe die Blicke der Mitfahrer, die zur Arbeit fahren und denke darüber nach, was die wohl jetzt von mir denken.
In Strassburg ist der Duft noch nicht verflogen und auch im TGV schmecke ich nur Rotwein. Aber inzwischen ist es mir auch egal. Sollen doch alle denken, dass hier ein Säufer in der ersten Klasse nach Bordeaux fährt. Das passt doch. Am Nachbartisch machen es sich zwei Pärchen bequem und packen ihr Frühstück aus. Brot, Käse und Rotwein und man glaubt es nicht. Einer der beiden Männer wirft mal gleich die ganze Flasche Rotwein um. Die Flasche entleert sich über den Tisch und die Hose des Franzosen. Jetzt stinkt der ganze Wagen nach Rotwein.
In Bordeaux habe ich natürlich den Zug nach Bayonne und somit auch den letzten Zug nach Saint Jean Pied de Port verpasst. Der nächste Zug geht erst in zwei Stunden nach Bayonne, dort werde ich übernachten um am nächsten Morgen zu meinem Startpunkt zu reisen.
Es geht heute Morgen schon ganz blöde los. Natürlich habe ich nicht geschlafen und geistere schon um 4. Uhr rum. Eigentlich wollte ja zu Fuß zum Bahnhof gehen, aber es regnet und da nehme ich das Auto für den einen Kilometer. Gestern Abend habe ich noch einen guten Schluck vom Kaltenbacher Spätburgunder getrunken, und den Rest in die Aluflasche gefüllt. Ich will den Wildtäler Wein nach Bordeaux mitnehmen und dort genießen. Dabei sollte ich doch vom letzten Jahr noch wissen, dass die Flasche nicht ganz dicht ist. 15 Minuten vor Abfahrt des Zuges bin ich am Bahnhof und jetzt hört es auch auf zu regnen. Beim Ausstieg stelle ich fest, ich habe meine Stöcke vergessen. Was tu? Der Zug kommt in 15 Minuten. Ich schmeiße den Rucksack auf den Rücksitz und düse zurück, rase in die Wohnung und mit den Stöcken zurück und wieder zum Bahnhof. Auf der Fahrt schmecke ich schon den Rotwein. Ich weiß sofort was los ist, habe aber keine Zeit die Sache zu beheben. Am Bahnhof habe ich gerade noch 5 Minuten, dann kommt der Zug. Jetzt stinkt der Rucksack nach Rotwein. Ich sehe die Blicke der Mitfahrer, die zur Arbeit fahren und denke darüber nach, was die wohl jetzt von mir denken.
In Strassburg ist der Duft noch nicht verflogen und auch im TGV schmecke ich nur Rotwein. Aber inzwischen ist es mir auch egal. Sollen doch alle denken, dass hier ein Säufer in der ersten Klasse nach Bordeaux fährt. Das passt doch. Am Nachbartisch machen es sich zwei Pärchen bequem und packen ihr Frühstück aus. Brot, Käse und Rotwein und man glaubt es nicht. Einer der beiden Männer wirft mal gleich die ganze Flasche Rotwein um. Die Flasche entleert sich über den Tisch und die Hose des Franzosen. Jetzt stinkt der ganze Wagen nach Rotwein.
In Bordeaux habe ich natürlich den Zug nach Bayonne und somit auch den letzten Zug nach Saint Jean Pied de Port verpasst. Der nächste Zug geht erst in zwei Stunden nach Bayonne, dort werde ich übernachten um am nächsten Morgen zu meinem Startpunkt zu reisen.
Dienstag, 13. September 2011
Dienstag, 15. März 2011
Montag, 14. März 2011
Noch 1 Monat bis zum Start in Irun.
Freitag, 18. Februar 2011
Sonntag, 2. Mai 2010
Es geht nichts mehr. 500 Kilometer geschafft.
Rabanal del Camino - Molinaseca 25.5 km
Nun hat das Wetter sich total geändert. Es ist kalt und neblig.
Der steile Anstieg zum Cruz de Ferro ist zermürbend. Trotzdem ist es schön, wenn der Sturm die Wolken zerreißt und über den Pass fegt.
Dann sind wieder die schneebedeckten Gipfel zu sehen.
Am Kreuz lege ich auch meine Steine ab. Allerdings keine gewöhnlichen Steine. Von mir liegen jetzt die Gallensteine in den Bergen von Leon.
Jetzt geht es 17 Kilometer im Nebel bergab, unten scheint die Sonne wieder. Die Herberge ist picobello und ich wasche erst mal meine ganze Wäsche. Morgen noch 10 Kilometer und dann will ich nur noch heim.
Nun hat das Wetter sich total geändert. Es ist kalt und neblig.
Der steile Anstieg zum Cruz de Ferro ist zermürbend. Trotzdem ist es schön, wenn der Sturm die Wolken zerreißt und über den Pass fegt.
Dann sind wieder die schneebedeckten Gipfel zu sehen.
Am Kreuz lege ich auch meine Steine ab. Allerdings keine gewöhnlichen Steine. Von mir liegen jetzt die Gallensteine in den Bergen von Leon.
Jetzt geht es 17 Kilometer im Nebel bergab, unten scheint die Sonne wieder. Die Herberge ist picobello und ich wasche erst mal meine ganze Wäsche. Morgen noch 10 Kilometer und dann will ich nur noch heim.
Samstag, 1. Mai 2010
Ab in die Berge
Astorga - Rabanal del Camino 21.5 km
Es ist noch früh und auch noch dunkel als meine Zimmergenossen aufstehen und packen. Da bleibt mir nichts anderes übrig, als auch aufzustehen. Ich laufe durch die Stadt und suche ein Cafe oder Geschäft, denn ich habe vergessen Wasser zu kaufen und Hunger habe ich auch. Aber die Stadt ist wie ausgestorben. Dann werde ich so weiter gehen müssen bis zur nächsten Ortschaft in 14 Kilometer.
Doch ich habe Glück. Kurz bevor ich Astorga verlasse gibt es eine Cafeteria. Die hat zwar gerade erst geöffnet, es ist noch keine 7.00 Uhr, doch es ist schon reger Betrieb.
Die ersten paar Kilometer sind noch eben, doch dann geht es stetig hoch bis auf 1200 Meter. Das Wetter hält noch und in der Ferne sehe ich die schneebedeckten Gipfel der Berge von Leon. (Montes de León) In Rabanal, 7 Kilometer vor dem Pass, übernachte in einer tollen Herberge. Man kann auch Berghütte dazu sagen. Die Wirtsleute waren toll drauf und mit allen Pilgern war es ein toller Abend.
Freitag, 30. April 2010
Der Weg ist lang, die Welt ist klein
Vildangos del Paramo - Astorga 30 km
Nach dem gestrigen Abend, mit viel Rotwein und gutem Essen, habe ich bis um 7.00 Uhr geschlafen. Heute frühstücke ich sogar, bevor ich mich auf dem Weg nach Astorga mache. Die ersten 2-3 Kilometer sind immer die schlimmsten. Meine Füße brennen höllisch und mein Meniskus schmerzt. Mein linkes Bein fühlt sich taub an. Kaum zu glauben, dass ich noch 20 Kilometer schaffe, aber irgendwie ist das nach einigen Kilometern vorbei.
Ich treffe mehrmals 2 Damen aus Deutschland, die zusammen unterwegs sind, aber getrennt übernachten. Während die eine in Pilgerherbergen absteigt, übernachtet die andere nur in den besten Hotels.
Das Wetter ist wieder besser geworden, also laufe ich durch bis Astorga, die eigentlich schönste Stadt bisher.
Die Herberge verpasse ich und laufe erst mal durch die ganze Stadt. Dann treffe ich einen Pilger, der mir erklärt, das die Herberge gleich am Anfang ist und sehr schön sein soll. Sie haben 4Bettzimmer, genug sanitäre Anlagen und eine außergewöhnliche Aussicht.
Also zurück und tatsächlich, die Herberge ist wirklich gut. Man wird auch ganz toll von den freiwilligen Hospitaleros aufgenommen. Ich bekomme ein Bett im 4Bettzimmer und eine Führung durch die Herberge. Das Refugio ist ein altes Kloster. Der Aufenthaltsraum für die Pilger ist die ehemalige Kirche. Es gibt aber noch eine kleine Kapelle die dem hl. Nikolaus von der Flühe gewidmet ist. Der Hospitaliero hatte gesehen, dass ich Nikolaus heiße und mich darauf angesprochen.
Nach einer tollen Dusche will ich erst mal meine Bilder sichern, da es hier PCs mit USB gibt. Dabei versaue ich mir wahrscheinlich eine ganze Speicherkarte. Wahrscheinlich ist alles mit Vieren verseucht. Aber immer noch besser als Wanzen im Bett.
Den Pilger den ich vorher getroffen habe erscheint auch und erklärt mir, dass das Wetter in den nächsten Tagen sehr schlecht wird und es in den Bergen schneien soll. Schöne Aussichten!!
Nach dem gestrigen Abend, mit viel Rotwein und gutem Essen, habe ich bis um 7.00 Uhr geschlafen. Heute frühstücke ich sogar, bevor ich mich auf dem Weg nach Astorga mache. Die ersten 2-3 Kilometer sind immer die schlimmsten. Meine Füße brennen höllisch und mein Meniskus schmerzt. Mein linkes Bein fühlt sich taub an. Kaum zu glauben, dass ich noch 20 Kilometer schaffe, aber irgendwie ist das nach einigen Kilometern vorbei.
Ich treffe mehrmals 2 Damen aus Deutschland, die zusammen unterwegs sind, aber getrennt übernachten. Während die eine in Pilgerherbergen absteigt, übernachtet die andere nur in den besten Hotels.
Das Wetter ist wieder besser geworden, also laufe ich durch bis Astorga, die eigentlich schönste Stadt bisher.
Die Herberge verpasse ich und laufe erst mal durch die ganze Stadt. Dann treffe ich einen Pilger, der mir erklärt, das die Herberge gleich am Anfang ist und sehr schön sein soll. Sie haben 4Bettzimmer, genug sanitäre Anlagen und eine außergewöhnliche Aussicht.
Also zurück und tatsächlich, die Herberge ist wirklich gut. Man wird auch ganz toll von den freiwilligen Hospitaleros aufgenommen. Ich bekomme ein Bett im 4Bettzimmer und eine Führung durch die Herberge. Das Refugio ist ein altes Kloster. Der Aufenthaltsraum für die Pilger ist die ehemalige Kirche. Es gibt aber noch eine kleine Kapelle die dem hl. Nikolaus von der Flühe gewidmet ist. Der Hospitaliero hatte gesehen, dass ich Nikolaus heiße und mich darauf angesprochen.
Nach einer tollen Dusche will ich erst mal meine Bilder sichern, da es hier PCs mit USB gibt. Dabei versaue ich mir wahrscheinlich eine ganze Speicherkarte. Wahrscheinlich ist alles mit Vieren verseucht. Aber immer noch besser als Wanzen im Bett.
Den Pilger den ich vorher getroffen habe erscheint auch und erklärt mir, dass das Wetter in den nächsten Tagen sehr schlecht wird und es in den Bergen schneien soll. Schöne Aussichten!!
Donnerstag, 29. April 2010
Internet ja, aber keine Brille
Arcahueja - Villadangos del Paramo 30 km
Nachdem wir gestern nur 4 Personen im Schlafsaal waren, war die Nacht sehr ruhig. Trotzdem stehe ich sehr früh auf und gehe in der Morgendämmerung der Stadt Leon entgegen.
Der schönste Dom von Spanien steht in Leon, und kostet KEIN Eintritt. Außerdem ist er heute früh geöffnet und ich kann in Ruhe die wundervollen Glasfester besichtigen, durch die jetzt auch noch die Morgensonne scheint. Trotzdem macht das Wetter an einem Gewitter rum. Aber es bleibt trocken und meinen Regenschutz brauche ich wieder nicht.
Am heutigen Etappenziel gibt es eine Gemeindeherberge. Es ist eigentlich, das schlimmste, was man sich vorstellen kann. Ich mache auf der Stelle kehrt und gehe in den Ort, wo es ein Hotel gibt, in dem ich übernachten werde. Dann gehe ich nochmals zurück in die Herberge, wo es den einzigen Internetpoint gibt. Da ich aber meine Brille im Hotel vergessen habe, und außerdem die Tastatur so verdreckt ist dass man keine Buchstaben mehr erkennen kann, lasse ich es heute mit dem Schreiben und gehe lieber ein Bier trinken.
Das Hotel hat auch ein Restaurant. Heute esse ich mal kein Menü, sondern a la Carte. Habe als Vorspeise Krabben mit Knoblauch bestellt und als Hauptgang Rührei mit Krabben und Bohnen. Warum der Kellner alles gleichzeitig bringt, weiß ich nicht. Aber es ist gut. Und auch der Rotwein mmmmmm.....
Die Finnen sind natürlich auch da und zum Abendessen erscheinen auch noch andere Pilger, die in der Herberge übernachten. Nach dem Essen will ich noch ein Verdauungsspaziergang machen, aber es hat angefangen zu regnen, so gehe ich auf mein Zimmer und pflege meine Füße.
Nachdem wir gestern nur 4 Personen im Schlafsaal waren, war die Nacht sehr ruhig. Trotzdem stehe ich sehr früh auf und gehe in der Morgendämmerung der Stadt Leon entgegen.
Der schönste Dom von Spanien steht in Leon, und kostet KEIN Eintritt. Außerdem ist er heute früh geöffnet und ich kann in Ruhe die wundervollen Glasfester besichtigen, durch die jetzt auch noch die Morgensonne scheint. Trotzdem macht das Wetter an einem Gewitter rum. Aber es bleibt trocken und meinen Regenschutz brauche ich wieder nicht.
Am heutigen Etappenziel gibt es eine Gemeindeherberge. Es ist eigentlich, das schlimmste, was man sich vorstellen kann. Ich mache auf der Stelle kehrt und gehe in den Ort, wo es ein Hotel gibt, in dem ich übernachten werde. Dann gehe ich nochmals zurück in die Herberge, wo es den einzigen Internetpoint gibt. Da ich aber meine Brille im Hotel vergessen habe, und außerdem die Tastatur so verdreckt ist dass man keine Buchstaben mehr erkennen kann, lasse ich es heute mit dem Schreiben und gehe lieber ein Bier trinken.
Das Hotel hat auch ein Restaurant. Heute esse ich mal kein Menü, sondern a la Carte. Habe als Vorspeise Krabben mit Knoblauch bestellt und als Hauptgang Rührei mit Krabben und Bohnen. Warum der Kellner alles gleichzeitig bringt, weiß ich nicht. Aber es ist gut. Und auch der Rotwein mmmmmm.....
Die Finnen sind natürlich auch da und zum Abendessen erscheinen auch noch andere Pilger, die in der Herberge übernachten. Nach dem Essen will ich noch ein Verdauungsspaziergang machen, aber es hat angefangen zu regnen, so gehe ich auf mein Zimmer und pflege meine Füße.
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