Gib mir Gelassenheit, Dinge hinzunehmen,
die ich nicht ändern kann;
gib mir den Mut, Dinge zu ändern,
die ich zu ändern vermag,
und gib mir die Weisheit,
das eine vom andern zu unterscheiden.

Rainer Maria Rilke

Freitag, 16. September 2011

Über die Pyrenäen

Heute von Orrison nach Roncesvalles 18 Kilometer. Eigentlich ging es besser, als ich gedacht habe. 4 Stunden Aufstieg bis auf 1400 Meter. Der Abstieg war fast schlimmer, weil unheimlich steil. Jetzt muss ich überlegen ob ich noch weiter gehe, aber erst werde ich mal ein Bier trinken.









Bis eben war schönes Wetter aber jetzt hat das Wetter umgeschlagen und es ist nur noch eine Nebelsuppe. Also bleibe ich hier im Kloster. Die Herberge hat fast 200 Betten, ist aber überfüllt. Gut, dass ich so früh hier war. Jetzt ist es 18.00 Uhr und es kommen immer noch Pilger an. Heute scheint sich alles auf den Weg zu machen. Das kann ja noch was werden.Der Ort ist klein und es gibt nur 2 Gaststätten. Weer heute abend essen will muss sich anmelden, sonst gibt es nichts.
Beim Duschen habe ich gemerkt, dass mir ein Zehnagel abgeht, er ist schon ganz schwarz. Hoffentlich stört mich das nicht beim Pilgern. Bis jetzt habe ich wenig gemerkt.








Donnerstag, 15. September 2011

Die ersten 10 Kilometer



In der Fruehe von Bayonne nach SJPdP mit dem Zug.







Die ersten 10 Kilometer nehme ich gleich auf mich. von 0 auf 800 Meter. Ich brauche über 4 Stunden. Übernachtung im Zelt für 25 Euro. Auch noch nie gemacht. Allerdings mit Halbpension. Ohne Halbpension kein Bett. War ein schöner Abend mit zuviel Rotwein. Alles andere später........



Mittwoch, 14. September 2011

Tag des Rotweins

Bin jetzt in Bayonne und muss mich gleich wieder über die blöde franz. Tastatur aufregen. Also bitte Nachsicht.
Es geht heute Morgen schon ganz blöde los. Natürlich habe ich nicht geschlafen und geistere schon um 4. Uhr rum. Eigentlich wollte ja zu Fuß zum Bahnhof gehen, aber es regnet und da nehme ich das Auto für den einen Kilometer. Gestern Abend habe ich noch einen guten Schluck vom Kaltenbacher Spätburgunder getrunken, und den Rest in die Aluflasche gefüllt. Ich will den Wildtäler Wein nach Bordeaux mitnehmen und dort genießen. Dabei sollte ich doch vom letzten Jahr noch wissen, dass die Flasche nicht ganz dicht ist. 15 Minuten vor Abfahrt des Zuges bin ich am Bahnhof und jetzt hört es auch auf zu regnen. Beim Ausstieg stelle ich fest, ich habe meine Stöcke vergessen. Was tu? Der Zug kommt in 15 Minuten. Ich schmeiße den Rucksack auf den Rücksitz und düse zurück, rase in die Wohnung und mit den Stöcken zurück und wieder zum Bahnhof. Auf  der Fahrt schmecke ich schon den Rotwein. Ich weiß sofort was los ist, habe aber keine Zeit die Sache zu beheben. Am Bahnhof habe ich gerade noch 5 Minuten, dann kommt der Zug. Jetzt stinkt der Rucksack nach Rotwein. Ich sehe die Blicke der Mitfahrer, die zur Arbeit fahren und denke darüber nach, was die wohl jetzt von mir denken.
In Strassburg ist der Duft noch nicht verflogen und auch im TGV schmecke ich nur Rotwein. Aber inzwischen ist es mir auch egal. Sollen doch alle denken, dass hier ein Säufer in der ersten Klasse nach Bordeaux fährt. Das passt doch. Am Nachbartisch machen es sich zwei Pärchen bequem und packen ihr Frühstück aus. Brot, Käse und Rotwein und man glaubt es nicht. Einer der beiden Männer wirft mal gleich die ganze Flasche Rotwein um. Die Flasche entleert sich über den Tisch und die Hose des Franzosen. Jetzt stinkt der ganze Wagen nach Rotwein.
In Bordeaux habe ich natürlich den Zug nach Bayonne und somit auch den letzten Zug nach Saint Jean Pied de Port verpasst. Der nächste Zug geht erst in zwei Stunden nach Bayonne, dort werde ich übernachten um am nächsten Morgen zu meinem Startpunkt zu reisen.

Montag, 5. September 2011

Oberstdorf


Illerursprung bei Oberstdorf

Im Hintergrund der Grünten bei Immenstadt

Man beachte die Steinpyramide
Die Wege um Oberstdorf sind der ideale Trainigsplatz für meinen Camino.

Auf dem Weg nach Fischen


Spanien ist nicht weit.
Solche Bilder habe ich bisher immer nur im Süden gesehen. So was nennt man Schwabenstreich!
Da passt das Bild mit den sieben Schwaben

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt

Blick nach Süden ins Kleinwalsertal





Auf dem Friedhof von Oberstdorf
1965 machte ich einen Bergsteigerlehrgang im Kleinwalsertal.
Am Grab von Anderl Heckmair, dem Erstbesteiger der Eiger Nordwand und im Jahre 1965 mein Bergführer und Ausbilder in der Kurzschule Baad





Im Oktober 1966 begann ich meine Grundausbildung in der Unteroffiziersschule in Sonthofen. Ein Treffpunkt der Soldaten in der wenigen Freizeit war die Eisdiele in Sonthofen.
Alex war 1966 Kellner in der Eisdiele Sonthofen. Nun gab es ein Wiedersehen nach 45 Jahren
Am letzten Tag meines Aufenthaltes habe ich von der Jakobskapelle in Reichenbach gelesen und am Tag der Rückfahrt habe ich die Kapelle besucht.
Die Jakobskapelle in Reichenbach