Ich stehe viel zu früh auf. Weil ich meine Uhr nicht umgestellt habe, ist es
jetzt erst 7 Uhr statt 8 Uhr. Die nächsten 10 Kilometer führen mich durch
Industriegebiete und kleinere Ortschaften. Enge Strassen und lebhafter Verkehr
verlangen mir einiges ab. Manchmal hilft nur ein Sprung in die Hecke, wenn eine
da ist. Doch meistens ist die Strasse links und rechts von einer Mauer
begrenzt. Wenn da ein Bus oder LKW kommt, dann hilft nur eins: Feste an die
Mauer drücken. Nach 10 Kilometern komme ich wieder auf den ausgeschilderten
Weg, der direkt von Porto kommt. Und genau an dieser Stelle treffe ich auch den
ersten Pilger. Stefan aus dem Saarland (eigentlich Schwabe) ist von Porto
losgelaufen. In seinen Turnschuhen hat er sich schon die ersten Blasen gelaufen.
Er ist ohne Karte und Unterkunftverzeichnis auf dem Weg, weil er sich
kurzfristig dazu entschlossen hatte. Und das er als Marathonläufer jetzt Blasen
hat, kann er nicht verstehen. Aber bis jetzt gab es fast nur Wege mit
Pflastersteinen, da muss man halt eine feste Sohle haben. Wir gehen ein Stuck
gemeinsam und halten bei der nächsten bar, damit er sich aus meinen
Führer ein paar Seiten kopieren kann. Dann will er auch schnell weiter. weil er
unbedingt eine Bar mit WiFi braucht um ins Internet zu kommen. Als ich ihn nach
5 Kilometern wieder treffe, kann er fast nicht mehr und hat sich auf einer
Mauer bequem gemacht.
Ich gehe nur noch bis Pedra Furada, wo es ein Restaurant des "
Pilgerfreundes " Antonio gibt, der auch Zimmer für 10 Euro und Abendessen
für 6,60 Euro anbietet. Als mir der Wirt nach dem Abendessen aber die Preise
aus der Karte berechnet und ich über das Doppelte bezahlen muss, hält sich
meine Freude in Grenzen. Ich bekomme auch noch erklärt, dass ich vor 8,00 Uhr
ja nicht das Zimmer erlassen soll, da bis dahin der Hund frei rum läuft.
Nachdem ich den Schäferhund gesehen habe, werde ich mich hüten die Türe zu
öffnen.
Gib mir Gelassenheit, Dinge hinzunehmen,
die ich nicht ändern kann;
gib mir den Mut, Dinge zu ändern,
die ich zu ändern vermag,
und gib mir die Weisheit,
das eine vom andern zu unterscheiden.
Freitag, 19. April 2013
Donnerstag, 18. April 2013
10 Stunden am Meer entlang Porto -Vila do Conde
mit Pausen natürlich. Eigentlich sehr schönes Wetter. Sonnig aber starker
kalter Wind. Wunderbare Gegend, aber bis jetzt noch keinen Pilger getroffen.
Der Weg zieht sich und scheint unendlich. 10 Kilometer vor Vila do Conde mache ich eine Pause und genehmige mir ein Bier. Die Wirtsleute scheinen sich über mich einsamen Pilger zu freuen und wollen mir unbedingt einen Stempel in meinen Pilgerpass drücken. Ich krame meinen Pass heraus und tue ihnen den Gefallen.
In Vila do Conde gibt es keine Herberge. In einer Pension bin ich der einzige Gast. Der Pensionswirt erklärt mir alles ausführlich. Vor allem, dass ich kein Papier in die Toilette werfen darf. Weil die dauernd verstopft. Das Papier muss man in den Mülleimer werfen. Ich besichtige noch den Ort und esse zum Abend nur ein Omelett, was aber reichlich ist. Mit Salat und Pommes für 4 Euro. Das Bier kostet gerade mal 0,95 Euro.
Ich gehe früh zu Bett. War doch ein sehr anstrengender Tag.
Der Weg zieht sich und scheint unendlich. 10 Kilometer vor Vila do Conde mache ich eine Pause und genehmige mir ein Bier. Die Wirtsleute scheinen sich über mich einsamen Pilger zu freuen und wollen mir unbedingt einen Stempel in meinen Pilgerpass drücken. Ich krame meinen Pass heraus und tue ihnen den Gefallen.
In Vila do Conde gibt es keine Herberge. In einer Pension bin ich der einzige Gast. Der Pensionswirt erklärt mir alles ausführlich. Vor allem, dass ich kein Papier in die Toilette werfen darf. Weil die dauernd verstopft. Das Papier muss man in den Mülleimer werfen. Ich besichtige noch den Ort und esse zum Abend nur ein Omelett, was aber reichlich ist. Mit Salat und Pommes für 4 Euro. Das Bier kostet gerade mal 0,95 Euro.
Ich gehe früh zu Bett. War doch ein sehr anstrengender Tag.
Mittwoch, 17. April 2013
Porto erreicht
Dienstag, 16. April 2013
Irun Nach Vigo
Montag, 15. April 2013
Anreise nach Irun immer mit Hindernissen
Es sollte doch einmal klappen, dass ich ohne Probleme nach Irun komme. Aber
da habe ich die Rechnung ohne die Deutsche Bahn gemacht. Bis Mannheim alles
tadellos - aber dann... Der Zug nach Paris kommt schon später und natürlich
gehen bei meinem Waggon die Türen nicht auf. In Saarbrücken wird uns dann
mitgeteilt, dass der Zug nicht nach Paris fahren kann. Wir müssen auf einen
Ersatzzug warten. Dauer 1 Stunde. Ich habe ja in Paris 2 1/2 Stunden zum
Umsteigen. Ob das wohl jetzt noch reicht, dass ich meinen Anschlusszug bekomme.
Muss ja auch noch die Metrofahrkarte kaufen und durch halb Paris.
Irgendwie kommt dann ein Zug aus Paris, der auf dem Weg nach Frankfurt ist. Nun werden kurz die Fahrgäste getauscht. Die aus Paris kommen, fahren mit unserem Zug nach Frankfurt und wir in dem anderen nach Paris. Mache nette Bekanntschaft mit einer Pilgerin aus Gießen auf dem Weg nach Bayonne. Dann bekommen wir noch Metrofahrkarten im Zug und ein Formular zur Fahrpreiserstattung. Außerdem Getränke und Imbiss. Welch ein Service?!?
10 Minuten vor Abfahrt in Paris haben wir den Anschluss geschafft. Aber schon nach einer Stunde haben wir erneut 2 Stunden Zwangsaufenthalt, wegen eines Unfalls am Bahnsteig.
Noch vor 22.00 Uhr bin ich dann in der Herberge in Irun angekommen und es hat auch noch für ein Bier gereicht.
Irgendwie kommt dann ein Zug aus Paris, der auf dem Weg nach Frankfurt ist. Nun werden kurz die Fahrgäste getauscht. Die aus Paris kommen, fahren mit unserem Zug nach Frankfurt und wir in dem anderen nach Paris. Mache nette Bekanntschaft mit einer Pilgerin aus Gießen auf dem Weg nach Bayonne. Dann bekommen wir noch Metrofahrkarten im Zug und ein Formular zur Fahrpreiserstattung. Außerdem Getränke und Imbiss. Welch ein Service?!?
10 Minuten vor Abfahrt in Paris haben wir den Anschluss geschafft. Aber schon nach einer Stunde haben wir erneut 2 Stunden Zwangsaufenthalt, wegen eines Unfalls am Bahnsteig.
Noch vor 22.00 Uhr bin ich dann in der Herberge in Irun angekommen und es hat auch noch für ein Bier gereicht.
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| Abfahrt in Mannheim |
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| Zwangsaufenthalt in Saarbrücken |
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| Zwangsaufenthalt schon nach 1 Stunde Fahrt |
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| und es dauert 2 Stunden |
Sonntag, 14. April 2013
Freitag, 12. April 2013
Donnerstag, 11. April 2013
Noch 4 Tage
Habe die Hinreise nochmal abgeändert und fahre nun von Irun über Vigo nach Porto.
Planung 2013 Camino Portugués de la Costa auf einer größeren Karte anzeigen
Die Reise geht eigentlich den ganzen Jakobsweg ( Camino France) lang. Ich kann so am Tage fahren und sehe fast alle Stationen meiner Pilgerreise aus den letzten Jahren. Außerdem kostet die Fahrt durch halb Spanien nur 18.40 Euro.

Dienstag, 2. April 2013
Sonntag, 31. März 2013
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